Als Urlauber in der Türkei

 

Wenn Sie ihren Urlaub in der Türkei verbringen, werde sie oft Strassentiere sehen - Hunde und Katzen - welche frei in ihrer Urlaubsumgebung leben. Diese Tiere sind für sie nicht gefährlich, es ist ihr natürlicher Lebensraum.

 

Natürlich ist nicht jeder Mensch gleich tierfreundlich und vielleicht sind ihnen auch die Hunde an der Promenade nicht unbedingt geheuer. Wir bitten Sie im Namen der Tiere; akzeptieren sie ihren Lebensraum. Sie sind Gast in diesem Land, an diesem Strand, für die Tiere ist es Lebensraum. Die Hunde tun ihnen nichts und akzeptieren es, wenn sie ihnen aus dem Weg gehen. Hunde mit Marke im Ohr sind gekennzeichnet als kastrierte Tiere. Natürlich freuen sich die Hunde über Streicheleinheiten und Futter.

 

In den Hotelanlagen sind oft Katzen. Viele Hotels lassen die Tiere kastrieren und medizinisch versorgen. Ebenso sind in vielen Hotels Katzenhäuser zu finden, an welchen die Tiere gefüttert werden. Bitte füttern Sie die Katzen nicht im Restaurant, sondern in diesen, dafür vorgesehenen, Katzenhäusern. Kastrierte Katzen haben meist eine gekappte Ohrspitze, damit sie gut erkennbar sind.

 

Es kommt oft vor, dass Besucher der Türkei einen Hund oder eine Katze ins Herz schliessen und das Tier am liebsten gleich mitnehmen würden. Bitte tun sie das nicht unüberlegt.

 

Die Türkei wird als Drittland geführt und die Einreisebestimmung für Deutschland sind folgende; nebst der normalen Grundimmunisierung braucht das Tier eine Tollwutimpfung, dafür muss das Tier mindestens 12 Wochen alt sein. Ein Monat nach der Impfung wird dem Tier Blut abgenommen und ein Titertest gemacht. Wenn dieser Tollwuttiter (Wert der Tollwut-Antikörper im Blut) ausreichend ist, gibt es eine dreimonatige Quarantänezeit. In dieser Zeit dürfen die Tiere noch nicht ausreisen, sondern erst nach Ende der drei Monate. Nachdem die Quarantänezeit vorbei ist, darf das Tier endlich ausreisen. Dafür braucht es zudem noch eine Bescheinigung vom türkischen Amtsveterinär. Das heisst kurzgefasst; jedes Tier welches sie auf der Strasse finden, hat eine Ausreisefrist von insgesamt 4 Monaten und ist bei Ausreise mindestens 7 Monte alt.

 

Bitte nehmen sie keine Tiere ‘einfach so mit’ und lassen Sie sich auch von keinem Tierarzt etwas anderes sagen  - die Einreisebestimmungen müssen eingehalten werden. Die Fluggesellschaften und der deutsche Zoll (in manchen Fällen auch Amtsveterinär) kontrollieren diese Papiere sehr genau. Schon zu viele Tiere sind am Flughafen stehen geblieben und wurden dort wieder ausgesetzt oder beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht.

 

Natürlich fallen für die Ausreisevorbereitung eines Tieres Kosten an. Neben den normalen Tierarzt und Impfkosten sind dies Kosten für den Titertest, den Besuch des Amtsveterinärs, die monatliche Zeckenpropghylaxe, die Kastration sowie Futter und die Beförderung per Flugzeug.

 

Wenn sie ernsthaft daran interessiert sind, einem Strassentier ein Zuhause zu geben, dann nehmen Sie bitte mit den Tierschützern vor Ort Kontakt auf.  Weitere Infos dazu finden sie hier.

 

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